Suche
Auf einen Blick

POSITIONEN DES IZZ ZUR REFORM DER ZUCKERMARKTORDNUNG 2015

NEUORDNUNG DES EU-ZUCKERMARKTS

Die zuckerverarbeitende Lebensmittelwirtschaft in Deutschland tritt für eine wettbewerbs- und zukunftsorientierte Neuordnung des Europäischen Zuckermarktes ein.

ERHALT DER ZUCKERERZEUGUNG IN DER EU

Zuckererzeugung in der EU und adäquater EU-Außenschutz sind notwendig. Der von der Politik gewollte Schutz sollte aber allein den Rübenerzeugern zu Gute kommen.

AUFGABE DES QUOTENSYSTEMS

Das Quotensystem für Zucker wird mit der gerade vereinbarten Reform der Europäischen Argrarpolitik im 2017 aufgegeben werden. Das ist zwei Jahre zu spät.

mehr …

Blog Index
The journal that this archive was targeting has been deleted. Please update your configuration.
Montag
Jul012013

Europäische Institutionen einigen sich auf Ausstieg aus umstrittener Zuckerquote

Zuckerquotensystem soll 2017 endgültig auslaufen

Das Infozentrum Zuckerverwender (IZZ) in Bonn begrüßt das Verhandlungsergebnis von Europaparlament, EU-Ministerrat und Europäischer Kommission aus dem Zuckerquotensystem endgültig auszusteigen. „Die Zuckerquote passt nicht mehr in die Zeit. Sie führte in den vergangenen Jahren zu einem akuten Zuckerengpass mit einem extremen Anstieg des Zuckerpreises in der EU“, so Karsten Daum, Sprecher des Infozentrums Zuckerverwender. Deshalb hatte die EU-Kommission vorgeschlagen, die Zuckerquote im Jahr 2015 enden zu lassen.

Das nun erst zum 30. September 2017 beschlossene Ende der Planwirtschaft ist somit als politischer Kompromiss zu werten. Für die Unternehmen der zuckerverwendenden Branchen bedeutet dies eine weiter Verlängerung des Quotensystems um zwei Jahre und damit eine deutlich höhere wirtschaftliche Belastung und Engpässe in der Versorgung.

Bis zur Abschaffung der Marktordnung muss der Zuckermarkt auch weiterhin genau im Auge behalten und gesteuert werden. „Nur aufgrund von massiven Markteingriffen durch die EU-Kommission ist der Zuckermarkt momentan ausreichend versorgt. Planungssicherheit besteht dadurch mittelfristig aber nicht. Bis zum Auslaufen der Zuckerquote brauchen die Zuckerverwender vorausschauende Marktmaßnahmen für ein ausreichendes Angebot an Zucker“, mahnt Karsten Daum.

Die Europäische Kommission musste in den vergangenen Jahren immer wieder mit Notmaßnahmen in den europäischen Zuckermarkt eingreifen, damit eine ausreichende Versorgung der Hersteller von Konfitüren, Limonaden sowie Süß- und Backwaren mit Zucker ermöglicht werden konnte. Die Zuckerquote deckt weniger als 85 % des EU-Eigenbedarfs. Trotz höherer Produktion in der EU darf nur aus dieser Zuckerquote an die Lebensmittelwirtschaft verkauft werden. Die fehlenden Mengen sollten aus bestimmten Entwicklungsländern importiert werden, mit denen die EU Wirtschaftsabkommen geschlossen hat. Diese sind jedoch nicht in der Lage, die Versorgungslücken am EU-Zuckermarkt jetzt als auch in naher Zu-kunft zu schließen. Der restliche, lieferfähige Weltmarkt ist durch extrem hohe Schutzzölle von der EU abgeschottet. Das IZZ fordert daher eine Reduktion der Zölle, so dass bei einer schwierigen Versorgungssituation des EU-Marktes schneller auf Zucker von Drittländern zugegriffen werden kann.

Das Verhandlungsergebnis müssen das Europäische Parlament und der EU-Ministerrat nun noch formell in ihren nächsten Sitzungen bestätigen.

EmailEmail Article to Friend