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Auf einen Blick

POSITIONEN DES IZZ ZUR REFORM DER ZUCKERMARKTORDNUNG 2015

NEUORDNUNG DES EU-ZUCKERMARKTS

Die zuckerverarbeitende Lebensmittelwirtschaft in Deutschland tritt für eine wettbewerbs- und zukunftsorientierte Neuordnung des Europäischen Zuckermarktes ein.

ERHALT DER ZUCKERERZEUGUNG IN DER EU

Zuckererzeugung in der EU und adäquater EU-Außenschutz sind notwendig. Der von der Politik gewollte Schutz sollte aber allein den Rübenerzeugern zu Gute kommen.

AUFGABE DES QUOTENSYSTEMS

Das Quotensystem für Zucker wird mit der gerade vereinbarten Reform der Europäischen Argrarpolitik im 2017 aufgegeben werden. Das ist zwei Jahre zu spät.

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Donnerstag
Mrz142013

Entscheidung für Verlängerung der Planwirtschaft am EU-Zuckermarkt nicht hinnehmbar!

Europäisches Parlament stimmt für Verlängerung der Zuckerquote bis 2020

(Berlin, 13.03.2013) Das Europäische Parlament hat heute über die zukünftige Marktordnung der Gemeinsamen Agrarpolitik abgestimmt. Die Europaabgeordneten votierten u.a. für eine Verlängerung des Zuckerquotensystems in der Europäischen Union bis 2020.

Karsten Daum vom Infozentrum Zuckerverwerter (IZZ) in Bonn: „Wir brauchen mehr Wettbewerb am EU-Zuckermarkt, kein starres Quotensystem. Die Entscheidung ist daher rückwärtsgewandt und ignoriert die schwierige Versorgungssituation der zuckerverwendenden Unternehmen der Lebensmittelindustrie und der Getränkewirtschaft. Damit wird das heutige System der Unterversorgung und hohen Preise am EU-Zuckermarkt bis 2020 etabliert. Das ist für die zuckerverwendenden Unternehmen in der EU nicht hinnehmbar.“

Die Europäische Kommission musste in den vergangenen Jahren immer wieder Notfallmaßnahmen ergreifen, um die Versorgung der Hersteller von Konfitüren, Limonaden sowie Süß- und Backwaren mit Zucker zu ermöglichen. Die Zuckerquote deckt weniger als 85 % des EU-Eigenbedarfs. Die restlichen Mengen sollten aus bestimmten Entwicklungsländern importiert werden. Diese sind jedoch nicht in der Lage die Versorgungslücken am EU-Zuckermarkt zu schließen und der restliche, lieferfähige Weltmarkt ist durch hohe Schutzzölle von der EU abgeschottet.

„Das Ende der Quote ist längst überfällig. Nun soll sich alles abermals bis 2020 hinziehen. Wir halten nach wie vor am Kommissionsvorschlag fest, also einer Quotenabschaffung im Jahr 2015! Die Zucker verwendenden Unternehmen haben bereits heute eine ungenügende Planungs- und Versorgungssicherheit“, mahnt Daum. „Die Zuckerquote passt heute nicht mehr in die Zeit!“ Nun müsse der EU-Ministerrat diese falsche Entscheidung korrigieren.

Hintergrund:
Die Europäische Kommission hatte bereits 2011 einen Vorschlag zur Gemeinsamen Agrarpolitik vorgelegt, der eine Abschaffung der Zuckerquote 2015 vorsieht. Im weiteren parlamentarischen Verfahren befasst sich nun der EU-Ministerrat mit dem Votum des Europäischen Parlamentes.